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SteelSeries 7XB im Alltags-Test
Verfasst von Gravity am 27.10.2011 um 14:56 Uhr 1

Das SteelSeries Spectrum 7xb im Test

 

SteelSeries bringt mit dem Spectrum 7xb zum ersten Mal ein Gaming-Headset für den Einsatz an einer Konsole heraus. Nach dem großen Erfolg der "Brüder" und 10 Jahren an innovativen Produkten für den PC-Bereich wurde hier zum ersten Mal speziell für die Konsole und vor allem für die XBox360 entwickelt.
In einer Szene, in der sich mehrere verschiedene Entwickler mit den gleichen Bauteilen zufrieden geben und lediglich eine andere Programmierung der Soundkarte bevorzugen, zeigt SteelSeries, dass die hauseigene Schmiede lieber auf eigene Ideen, Umsetzungen und Bausteine setzt.Das Gehäuse ist das Erste welches nach dem Auspacken auffällt. Durch die ergonomische Form sieht man förmlich den guten Tragekonfort. Breite Bügel, große Ohrmuscheln, ansprechende Optik mit viel Platz..das verspricht große Töne.

Die dezente graue Einarbeitung in die Kopfhörer zeigt gleich Ähnlichkeiten zu dem kleinen Bruder dem 5XB aus dem gleichem Hause welches mit seinem grünen Design direkt aufgefallen ist.
Der weitere Inhalt der Lieferung lässt ebenfalls keine Wünsche offen. So hat man von SteelSeries alle brauchbaren Adapter und Anschlüsse mitgeliefert bekommen um sofort in das Geschehen zu springen.
Welche Art des Geschehens wir für euch genauer unter die Lupe genommen haben und was man außer Zocken noch alles mit dem 7xb machen kann, wir werden es euch sagen.

Gaming mit dem SteelSeries Spectrum 7xb:

 

Das Gehör macht heutzutage mehr als 30% eines erfolgreichen Spielers aus, vor allem bei den aktuellen Shootern, wo es nicht nur auf schnelle Reaktion ankommt, sondern auch ob man den Gegner besonders gut akustisch orten kann. Hier gibt es z.B. einen großen Unterschied zwischen den beiden Konkurrenten XBox und PC.

Während auf dem PC der Spielsound innerhalb eines Shooters ganz deutlich auf Ortung programmiert wird, steht die Xbox doch noch immer für den eher cineastischen Sound. Dicke Bässe, geregelte Höhen und dezente Mitteltöne..für Kino-Fans die Idealeinstellung und wahrscheinlich auch für die meisten Spiele auf der XBox die perfekte Struktur für einen bombastischen Sound. Leider geht das sehr auf Kosten des doch recht großen Anteils von Spielern, die den eSport auf der Konsole vertreten und das Genre Shooter so professionell wie nur möglich ausleben wollen.
Die Erfahrung hat gezeigt, dass die meisten Headsets gerade beim ersten Tragen einen doch recht ungewöhnlichen Sound abgeben. Meistens sehr blechernd, höhenlastig und unnatürlich, was sich nach ein paar Spielstunden allerdings anders empfindet da sich das menschliche Gehör schnell an neue Umgebungen einstellen kann.

 

Ob das allerdings für die Gesundheit empfehlenswert ist?

 

Das SteelSeries Spectrum 7xb macht da gleich zum Start einen recht ungewöhnlichen Eindruck. Starke Bässe, bomben Sound, gute Auspegelung und eine heftige Dynamik auf alle akustischen Ereignisse.
Wer wie ich vom AstroA40 kommt ist natürlich erstmal kritisch, immerhin hat sich das Gehör an die Qualität eines Astro langsam angeglichen und gewöhnt, ebenso an die 5.1-Surround-Umgebung und die damit angelernte Ortung von Gegnern z.B. in einem Shooter.
Von diesem ersten Eindruck sollte man sich aber nicht täuschen lassen. Gibt man dem Spectrum 7xb nur wenige Stunden, wird es auch hier recht positiv empfunden und trotz dem reinen Stereo-Kanal hat man überhaupt keine Probleme sich hier zurecht zu finden. Wer noch kein Headset besitzt, vor allem keines der 5.1-Geräte, ist hier also für recht wenig Geld extrem gut aufgehoben.

Im Vergleich zu allen anderen meiner Headsets siedelt es sich ohne Probleme im Besseren Viertel ein.
In meinem Fall wären es:
Sharkoon, TurtleBeach, Tritton, Steelseries, Astro
Wobei man diese Kette eigentlich auch nach dem Preis staffeln könnte, dann wäre das SteelSeries Spectrum 7xb der Tabellenführer. Für diese Qualität muss man üblicherweise recht viel mehr auf den Tisch legen und hat am Ende nicht mal einen solch großartigen Spielklang.

Die mitgelieferten Features des SteelSeries Spectrum 7xb können ebenfalls nur überzeugen. Die großen gepolsterten Ohrmuscheln machen auch nach stundenlangem Zocken keine Kopfschmerzen, Abdrücke oder Ohrensausen. Der beigelegte Audiomixer ist ein eigenes kleines Kästchen, dass überhaupt nicht weiter auffällt. Ganz kabellos geht’s dann doch nicht, denn die linke Hörmuschel muss mit dem Xbox 360-Controller verbunden werden. Hier kann auch die Lautstärke der Chatpersonen geregelt oder ggf. das Mikrofon stummgeschalten werden.
Apropos Regler, neben den üblichen Ein/Aus- und Laut/Leiser-Tasten gibt es auch eine Equalizer-Taste, welcher jedoch zu vernachlässigen ist. Nicht so der LiveMix-Knopf: Ist dieser aktiviert, wird die Ingame-Lautstärke reduziert, sobald ein Teamkollege zu sprechen beginnt, und steigt danach in kürzester Zeit wieder auf den ursprünglichen Pegel.Ãhnlich dem XBox-Chat-Pack kann man es an den Controller koppeln und Spiellaustärke und Spachausgabe seperat ansteuern oder Stumm schalten. Mit integriert ist auch das Feature LiveMix, eine Möglichkeit die Sprachausgabe im richtigen Moment anzuheben bzw. den Ingame-Sound etwas zu senken und dafür zu sorgen, dass keine wichtigen Befehle, Kommandos oder andere Kommunikation von Mitspielern in der bombastischen Soundkulisse moderner Actiontitel untergeht. Vor allem die Gesundheit des Spielers war SteelSeries bei der Entwicklung ein wichtiger Motivator für diese Funktion, denn diese Funktion verhindert gefährliche Töne im Bereich der Höhen und wirkt daher dem möglicherweise drohenden Gehörschaden entgegen.

Eines der schönsten Features ist das komplett versenkbare Mikrofon, dass sich geschmeidig in einen Hörer einschieben lässt. So kann man das Headset in wenigen Sekunden in 3 Teile zerlegen, leicht transportieren und wieder zusammensetzen.

 

Für mich persönlich hat das Spectrum 7xb den Test bestanden, überzeugt durch das Preis-Leistungs-Verhältnis und kann sogar gegen Produkte toppen, die locker 100 € Euro mehr zu Buche schlagen. Die Dämpfung der Ohrmuscheln ist wirklich hervorragend und sucht lange nach einem ebenbürtigen Konkurrenten. So bleiben Geldbeutel und Nachbarn geschont und die K/D-Ratio sollte als angenehmer Nebeneffekt ebenfalls steigen, ähnlich der Laune der Menschen im näheren Umkreis.

SteelSeries Spectrum 7xb... Warum nur zum Zocken?:


Nachdem wir nun die charakteristischen Qualitäten des SteelSeries Spectrum 7xb an der heimischen Konsole begutachtet haben, schloss ich das Headset für mehrere Tage an mein Smartphone, um mich von der Übertragungsqualität reiner Musik zu überzeugen.
Als Basis diente hier ein Samsung Galaxy S2 dass mit dem neuesten Android läuft und die passende App PowerAmp, ein Musicplayer, der vor allem durch die hervorragenden Equalizer-Eigenschaften auffällt.
Nachdem ich schon viele Jahre Musik auf einer guten Anlage genieße, ist hier die Messlatte recht hoch angesetzt. Ich bin rein musikalisch ein überaus pingeliger Mensch und achte besonders auf guten Klang, eine Eigenschaft, die leider nicht viele besitzen und die Gleichung "Laut = Gut" bevorzugen.

 

Für den Test des SteelSeries Spectrum 7xb als Musikkopfhörer habe ich mir ein paar außergewöhnliche Produktionen der letzten Jahre vorgenommen.

So rotierten die Platten In Absentia - PorcupineTree,  Venus - ZamHelga, Rock&Roll - Skrillex und weitere extrem gut gemischte Platten von DeadLetterCircus, Karnivool oder Dredg als Testmuster.

Angeschlossen wird auch hier wie an der Konsole..wer also in den seltenen Genuß kommt ein Handy mit Klinken-Ein/Ausgang zu besitzt, könnte sogar problemlos das Headset zum telefonieren aufsetzten. Wer nur einen des benötigten Mini-Klinkeneingang bieten kann, muß sich mit dem reinen "Hören" zufrieden geben und das kann er zweifelsohne.

Das SteelSeries Spectrum 7xb hat einen Frequenzumfang von 16-28.000 Hz und hat demnach gleich mal mehr zu bieten als z.B. das Vorzeigemodell der Creativ-Reihe mit Fatality-Branding. Überhaupt ist der Umfang der wahrnehmbaren Töne um Klassen besser als bei vielen doppelt so teuren Geräten. In der Spectrum 7xb-Preisklasse gibt es lange nichts was diesen Umfang toppen kann. Wer jetzt nicht mit einem Musikstudium auftrumpfen kann... das sind wirklich beachtliche Werte. Gerade der Bassbereich der z.B. bei einer BlueRay abgegeben wird, liegt um die 25 Hz.

Die unterste Grenze für hörbaren Ton liegt bei einem Durchschnittsmenschen bei 16 Hz, die obere Grenze bei ca 20 KiloHerz. Man merkt, das Spectrum 7xb liegt also im kompletten Spektrum und man wird keinerlei Töne missen müssen. Selbst Personen mit dem "perfekten Gehör" werden daran ihren Spaß haben, auch wenn bei der Obergrenze von 28.000 Hz längst der Ultraschall erreicht wäre.

Auch bei den ersten Veruschen mit hochwertigen Audiotiteln stellt man sehr schnell die Feinfühligkeit des Headsets fest. Zwar fehlt es etwas an räumlicher Weite, was allerdings in dieser Preisklasse überhaupt nicht relevant sein sollte. Selbst teure Gaming-Headset haben da ihre Probleme oder liefern im Gegenzug dafür im Bereich Bass-Mitten-Höhen größere Defizite, die dann die Räumlichkeit auch nicht gerade herausragend machen.

 

Bei Songs wie von Elektrokünstler Skrillex , die schon Gerne-üblich recht basslastig gemastert wurden, muss man gerade den Tieftonbereich stark nach unten regulieren. Mittel- und Obertöne hingengen kommen sofort sehr klar und direkt rüber und benötigen auf Anhieb keine Feinjustierung des Equalizers. Im Gegensatz zu den meisten mitgelieferten Kopfhörern von Handys oder Smartphones ist hier sofort der neutrale Charakter des Headsets auffällig, der sich den verschiedenen Stilrichtungen hervorragend anpasst. Bei Titeln außerhalb des Elektronik-Bereichs ist die Qualität auf Anhieb sehr überraschend und selbst unterschiedliche Lautstärken kommen ohne starke Verzerrungen, Eigendynamik oder unsauberen Frequenzverschiebungen zustande.

Neben einem professionellem In-Ear-Monitoring und einzelnen Plugsystemen mit deutlich höherem Preis bisher eines der besten Klangerlebnisse, die ich mit meinem HD2 erlebt habe.
Volle Punktzahl!

 

Das SteelSeries Spectrum 7xb am Rechner

 

 

Getestet habe ich in der Zusammensetzung SteelSeries Spectrum 7xb und einem Macbook, sowohl mit internen als auch externen Mikrofon mit den Programmen iTunes/Skype.

 

Bei den musikalischen Eigenschaften liegt das Headset am Rechner genau in der Messung wie bei dem Smartphone. Sehr gute Klangentwicklung, direktes Ansprechen, neutrales Klangbild und tolle Übertragungsqualität. Das gleiche Bild hatte ich beim telefonieren mittels Skype. Mein Gesprächspartner mit Sitz in Australien bestätigte mir einen hervorragenden Klang der Sprachausgabe und selber konnte ich keinerlei Defizite bei den ankommenden Gesprächen feststellen. Auch hier kann man das SteelSeries Spectrum 7xb problemlos einsetzen und genießen.

Fazit:

Das SteelSeries Spectrum 7xb wurde zwar eigens für die XBox entwickelt, eignet sich aber wie auch die anderen Headsets aus dem Hause SteelSeries als echter Allrounder. Das Headset wurde ähnlich den Vorgängern für den PC-Bereich wie das 5HV2 sehr solide verarbeitet, überzeugt durch den erstaunlich niedrigen Preis, dem versenkbaren Mikrofon, bequemen Ohrmuscheln mit viel Tragekonfort und einem bombastischem Sound.

 

Wer von einem Surround-Headset umsteigt braucht zwar etwas Zeit um sich an das Stereo-Klangbild zu gewöhnen, findet sich aber schon nach kurzer Zeit schnell zurecht und hat überhaupt keine Probleme bei der Verständigung, Ortung oder der anfangs fehlenden räumlichen Wahrnehmung.

 

Beim Ton gibt es überhaupt nichts zu bemängeln und auch bei der Nutzung als Kopfhörer für Musik oder Telefonate hat man hier mit Sicherheit nichts falsch gemacht.

Die oftmals geringe Lebensdauer verschiedener Gaming-Headsets wird hier ebenfalls nicht zur Gewohnheit.

SteelSeries beschreibt das auf ihrer Produktseite wie folgt:

Das Headset besitzt ein doppelt-stoffumflochtenes Nylon Kabel, das vor allem durch seine extreme Haltbarkeit besticht.
Wir sind fast der Meinung, dass selbst Löwen, Tiger, oder sonstige Haustiere mit sehr scharfen Zähnen ihre Probleme hätten unser Kabel durchzubeissen, können hier jedoch (zum Glück) noch nicht aus Erfahrung sprechen.
Halten wir aber an dieser Stelle kurz fest: Wir mögen und respektieren diese Arten von Katzen genug, um ihnen in dieser Produktbeschreibungen eine Nebenrolle zukommen zu lassen. Miau, Alter!

Ebenfalls toll: das Verlängerungskabel für die Konsolenspieler, die ja nicht wie die PC-Spieler recht nah am PC sitzen sondern oftmals die doch etwas weiter entfernte Couch bevorzugen, alle benötigten Adapter und Stecker für einen sofortigen Spielbetrieb.

Das SteelSeries Spectrum 7xb in Zahlen:

SteelSeries Wireless Headset
Transmitter
Zwei AAA-Batterien
Mikrofonkabel
Audikabel
Anleitung
Mikrofon
Frequenzumfang: 50 Hz - 16.000 Hz
Richtcharakteristik: Uni-direktional
Sensitivität: -38 dB
Impedanz: 2K Ohm

Seiten: -

Kommentare: 4
Seite [1]
ELiTe

19.05.2012

Ort: -
Beiträge: 45
# 1 - 09.11.2011 um 19:19 Uhr

Das Ding sieht gut aus =).
Toller Bericht.
Iceman46

20.04.2012

Ort: -
Beiträge: 10
# 2 - 17.11.2011 um 16:42 Uhr

Cooler Bericht un das Headset sieht echt klasse aus.
Was kostet denn so ein Teil?
lucygreen

01.01.1970

Ort: -
Beiträge: 12
# 3 - 23.11.2011 um 07:29 Uhr

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daren

05.04.2012

Ort: -
Beiträge: 9
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